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UMF - Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge


Beim Wort Flüchtlinge haben wir sofort Bilder im Kopf. Zum Beispiel, die Aufnahmen von überfüllten Booten, die steuerlos durch das winterliche Mittelmeer treiben. An Bord überwiegend Männer in allen Altersgruppen. Junge, Alte und ganz Junge.

Ein besonderes Phänomen sind die minderjährigen, allein reisenden Flüchtlinge. Kinder, Jugendliche die sich auf den Weg gemacht haben, in ein besseres Leben. Weil sie wollten, weil sie mussten, um sich zu retten, um eine Zukunft zu ermöglichen? Die Gründe sind vielschichtig, das Problem für viele Bundesländer dagegen noch immer neu. Private Träger und behördliche Instituionen sind vor die Frage gestellt, wie man diese “großen Kinder” ohne Papiere, in unser Land und unsere Bürokratie integriert.

Die Idee meines Fotoprojektes ist es, nicht von aussen auf die Jugendlichen drauf zu schauen, sondern ihnen die Möglichkeit zu geben, zu zeigen wer sie sind und was sie sehen. Wie nehmen sie dieses Land war. Was fällt ihnen auf, was irritiert sie, was finden sie gut, was vermissen sie. Im besten Falle, ihnen über einen künstlerischen Weg, zu einer Verortung zu verhelfen. Wo bin ich hier, was erzählt mir dieser Ort, wo sehe ich mich gespiegelt, was erinnert mich an Zuhause, wo sind meine Wurzeln? Wo ist eigentlich hier?