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Dem Leben hinterher - Fluchtorte jüdischer Verfolgter
Eine fotografische Spurensuche
In den Jahren 1942 und 1943 flüchteten in Berlin etwa 5000 -7000 Frauen und Männer, vielfach mit Kindern in den Untergrund (...) Eine Auswanderung war infolge des Krieges unmöglich geworden. Zudem verfügten die Nazis im Oktober einen Aus-
wanderungsstopp.
Um der Deportation zu entgehen, folgten einige Berliner Juden dem Rat nicht-jüdischer Freunde und Nachbarn sich zu verstecken. Andere entschieden sich spontan und überstürzt zu diesem Schritt. Da niemand voraussehen konnte, wie lange sie in ihrem Versteck ausharren mussten, ergab sich ein häufiger Wechsel des Fluchtortes. Oft nahmen sie mit Orten vorlieb, die ein menschenwürdiges Dasein unmöglich machten.
Inge Deutschkron
Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt
Gedenkstätte deutscher Widerstand